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Bewegen im Alter

"Wer rastet, der rostet" ist ein alter Spruch, der aber auch heute noch Gültigkeit hat und an Bedeutung eigentlich noch wächst. In Zeiten in denen die fortschreitende Technik dem Menschen immer mehr alltägliche Schritte abnehmen kann ist es umso wichtiger sich genug Bewegungsreserven bereit zu halten. Der Alterungsprozess bringt eine Einschränkung der Mobilität mit sich den man jedoch am besten akzeptieren sollte. Einen Marathonlauf kann man natürlich auch noch mit über 70 Jahren absolvieren allerdings sollte sich jeder individuell die Frage stellen ob dies denn auch die adäquate Variante zur Aufrechterhaltung der Bewegung darstellt. Eine dem Alter entsprechende Fitness, die auch dauerhaft ausgeübt werden kann ist unserer Meinung nach daher die bessere Entscheidung. Entscheidend ist vor allem die kontinuierliche alltägliche Bewegung und nicht eine Fitnessvariante die viele Schwankungen mit Höhen und Tiefs beinhaltet.

Das Gewicht

Ein nicht unwichtiger Punkt für die Erhaltung der Mobilität ist das eigene Körpergewicht. Man muss bedenken dass jeder Mensch nur ein Herz hat, das ungefähr die Größe der eigenen geballten Faust hat. Jedes Kilogramm an Gewicht muss daher von diesem Organ mit versorgt werden und auch jedes Bewegen verlangt diesem Motor des Körpers eine erhöhtes Maß an Leistung ab. Vernünftige Ernährung und regelmäßige Aktivität tragen daher zum positiven Alterungsprozess bei und hat noch viele weitere positive Nebeneffekte.

Welche positiven Aspekte hat das Bewegen im Alter?

Zunächst sollte man das Bewegen nicht als negativen sondern positiven Punkt im Tagesablauf ansehen. Man kommt raus oder ändert zumindest den Standpunkt in der Wohnung oder im Heim (Wechsel ins Fitnesscenter o. ä). Darüber hinaus gibt einem die Bewegung Anreize auch Erfolgserlebnisse zu bekommen. Nicht zu vernachlässigen ist auch die soziale Komponente denn man hat so die Möglichkeit andere Menschen kennen zu lernen. So kommt das Gespräch auch mal auf andere Themen und nicht nur die Krankheit der Nachbarin oder des Verstorbenen Bekannten. Der Lohn der kleinen Plagerei ist zudem enorm viel wert, denn man verbessert seine persönliche Chance auf eine dauerhafte Gesundheit - und wer möchte dies denn nicht gerne erreichen?
Weitere positive Aspekte sind die Anregung für Seele und Geisteszustand, denn man ist einfach wacher und aufnahmebereiter wenn man aktiv ist. Seine Sie daher Ihr eigener kleiner Doktor und empfehlen Sie sich selber eine regelmäßige Portion Bewegung. In Rehabilitationskuren oder im Urlaub werden Sportaktivitäten angeboten und das nicht ohne Grund. Die ältesten Menschen leben in Japan und treiben bis in die hohen 90er Jahre täglich Sport um in jeder Form des Lebens mithalten zu können. Bekannte Krankheiten wie Bluthochdruck, Arthrosen, Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und vieles mehr kann dadurch bereits im Keim erstickt werden. Die Palette der positiven Argumente kann man hier unendlich weiter fortführen.

Den inneren Schweinhund überwinden

Nicht selten ist es der täglich gleiche Ablauf der alleine schon verhindert dass man sich bewegt. Hierdurch entwickelt und stellt sich ein extrem reizarmer und somit langweiliger Alltag ein, vor allem dann wenn man im Alter alleine lebt. Auch die Angst vor Stürzen auf dem Gehweg ist mitunter ein Argument um das Bewegen im Alter auf ein Mindestmaß zurückzufahren. Resultat ist dann das tägliche Verweilen im TV-Sessel, Starren aus dem Fenster oder das Warten auf die Lieblingsfernsehsendung. Somit führt dieses Vorgehen in die absolute Isolation und Vereinsamung. Wie mit dem Geisteszustand ist es auch mit dem Körper, denn dieser verliert an Kraft, die Muskeln verlieren Spannkraft und Elastizität. Dies hat wiederum zur Folge dass die Sturzgefahr wächst und in Folge von solchen Stürzen die Krankenhausaufenthalte von Seniorinnen und Senioren ansteigen. Und alles nur weil man sich nicht mehr im Alter bewegen möchte.